Geschichtliches zur Fahne

 

Fahnen sind seit dem Altertum wichtige Herrschafts-, Kampf- und Siegeszeichen. Die Fahne war ein Symbol und ein wichtiges Identifikationsmerkmal, gerade für die Heere im Felde. Bereits Chinesen, Römer und Germanen benutzen Fahnen zu diesem Zweck.

Für die bildliche Darstellung auf den Fahnen wurden damals meist Tiere oder Tiersymbole verwendet, mit denen bestimmte positive und kämpferische Eigenschaften verbunden wurden (z.B. Löwe, Adler, Bär, Widder etc.)

Im spätrömischen Reich wurde unter Kaiser Konstantin der Große (306 - 337), der als erster römischer Herrscher das Christentum zur Staatsreligion erhob, das christliche Kreuz als Siegeszeichen verwand: "In hoc signo vinces" (in diesem Zeichen wirst du siege).

Dabei war das Fahnentuch an einer von der Fahnenstange hängenden Querstange, dem Vexilium, angebracht. Diese Form der römischen Querstabsstandarte (Labarum) mit einer Figur an der Fahnenstange, blieb bis heute in den Prozessionsfahnen der katholischen Kirche und in den Kirchenfahnen der Ostkirche erhalten. Ab dem 10 Jh. wurden Fahnen mit Kreuz und religiösen Darstellungen zu liturgischen Zwecken verwandt.

Kriegsfahnen spielten auch im alten Byzanz (Ostrom) ein große Rolle, in Europa kamen die Heiligen-Fahnen etwa zu Zeiten den Kreuzzüge, Ende des 11. bis Ende des 13. Jahrhunderts auf. Die Fahnen wurden geweiht und gesegnet, da die Ritter im Zeichen der Kirche zur Befreiung Jerusalems kämpften.

Die bildliche Darstellung auf dem Fahnentuch erscheint erst mit dem Beginn des Wappenwesens im 13. Jahrhundert. Bis dahin war die Fahne meist rot, was bedeutete, dass der Besitz der Fahnen den Blutbann besaß, d. h. er hatte das Recht zu richten. Die ersten bildlichen Fahnendarstellungen waren dann aufrechtstehend. Die heutige Anbringung der Fahnenachse parallel zur Fahnenstange erschien erst mit der Ausbildung des heraldischen Stils.

Fransenbesatz an den Fahnenseiten sind seit 1100 bekannt, gestickte Fahnen seit 1500 und auch der Trauerflor war schon im 16. Jh. verbreitet. Die an der Spitze der Fahnenstange befestigten Fahnenbänder, die von Vereinen, Verbänden oder Einzelpersonen gestiftet werden - bei militärischen Fahnen auch von Staatsoberhäuptern - sind seit 1748 in Gebrauch.

Neben den militärischen Fahnen als taktisches Feldzeichen führen auch Körperschaften, die in der Öffentlichkeit geschlossen auftreten, Fahnen, so z.B. die Zünfte, Universitäten, Studentengemeinschaften und natürlich auch Vereine und Verbände.

Die meisten noch erhaltenen Schützenfahnen stammen aus dem 19. Jahrhundert, als es im Zuge der gescheiterten Revolution 1848 eine Welle von Vereinsgründungen gab. Ältere oder gar mittelalterliche Schützenfahnen sind so gut wie nicht erhalten geblieben.

Vereinsfahnen sind heute

- Herkunftsbezeichnungen

-   Zeichen der Heimatverbundenheit und Identifikation

-   Zeitzeugen der Gründungsjahre, Jubiläen etc.

-   Glaubenszeichen, mit dem man sich unter den Schutz des katholischen Patrons stellt.

Die Gestaltung einer neuen Fahne bleibt dem Schützenverein oder -verband selbst überlassen. So gibt es neben traditionell geprägten Entwürfen auch sehr moderne.

Bereits im Jahr 2002 wurde der Plan gefasst eine Standarte für den Stiftlandgau anzuschaffen und bei einer Besprechung der Schützenmeister in Pechbrunn im Jahre 2005 endgültig beschlossen.

Da die Gaustandarte, vorangetragen bei offiziellen Anlässen, unsere Herkunft symbolisieren soll, haben wir im Stiftlandgau auf der Vorderseite unter dem prunkvoll   gestaltetem Namen unser Gauwappen platziert. Darin auf rotem Grund und auf grünem Boden, vor grünen Bäumen stehend, ein Abt mit Mitra und einem Abtsstab in der Linken, die Rechte gestützt auf einem vor ihm stehenden Schild, darin eine blaue heraldische Lilie. Das abgebildete Wappen wurde 1693 von Kurfürst Max II. Emmanuel dem zum Markt erhobenen Ort Waldsassen, dem Gründungszentrum des ehemaligen Stiftlandes, verliehen.

Unter dem Gauwappen sind die Wappenbilder der übergeordneten Organisationen - Schützenbezirk Oberpfalz, Bayerischer Sportschützenbund und Deutscher Schützenbund - abgebildet.

Die Rückseite der Standarte stellt in symbolhafter Darstellung auf grünem Grund das Gebiet des Stiftlandgaues im Bereich des Landkreises Tirschenreuth mit den Standorten der Gauvereine dar.

Die Jahreszahl 1925 weist auf das Gründungjahr des Stiftlandgaues hin; das Wappen des Landkreises Tirschenreuth auf den regionalen Bezug. 

Die Aufbewahrung und die Präsenz der Gaustandarte obliegt dem Gauverein, der den Gauschützenkönig stellt. Sie wird bei allen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen der Stiftlandgau als Organisation auftritt, eingesetzt.

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letzte Aktualisierung: 05.10.2008
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